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Gänsehaut-Sieg der Kölner Haie im Winter Game gegen Mannheim

Andreas Thuresson, Nick Baptiste und Nick Bailen feiern das Tor zum 3:1 der Kölner Haie gegen die Adler Mannheim. Foto: „PENNY DEL / City-Press GmbH“

Köln | Nach der Spiel wurde es noch einmal richtig Laut. 40.163 Fans feierten das 4:2 im Winter Game ihrer Kölner Haien und gegen die Adler Mannheim, während aus den Boxen „Et Trömmelche“ durch die Arena dröhnte. Zum Abschluss eines perfekten Haie-Tages sangen die Klüngelköpp und es wurden bunte Feuerwerks-Fontänen im RheinEnergieStadion abgebrannt. Die Spieler saugten die ganz spezielle Atmosphäre ein und genossen das besondere Spektakel.

Zuvor hatte der KEC ein wahres Feuerwerk abgeschossen und im dritten Anlauf endlich mal ein Winter Game für sich entschieden. 2015 und 2019 hatte es für die Haie zwei empfindliche Niederlagen gegen den Erzrivalen Düsseldorfer EG gegeben. Nun also der erste Dreier unter freien Himmel und nur strahlende Kölner Gesichter. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie diesen besonderen Tag und dieses besondere Spiel genießen und Spaß haben sollen“, sagte Haie-Coach Uwe Krupp und hatte sogar ein paar Tränchen der Rührung in den Augen. „Denn es ist ein einmaliges Ereignis. Aber sie haben nie den Fokus verloren und sich den Sieg verdient. Die Fans waren super, das ganze Event ist top organisiert gewesen.“

Björn Heuser singt beim Winter Game der Kölner Haie im RheinEnergieStadion

Das besondere Flair zeigte sich schon vor dem ersten Bully. Zum üblichen Warm-Up kamen die Spieler nicht mit ihren Helmen, sondern mit Wollmützen auf das Eis, zuvor war die Stimmung in Müngersdorf schon prächtig. Björn Heuser sorgte bei „Kölle singt“ mit kölschen Liedern für gute Laune, die Fans schunkelten und sangen kräftig mit. Es herrschte Gänsehaut-Atmosphäre.

Björn Heuser sorgte mit kölschen Liedern schon vor dem ersten Bully für prächtige Stimmung auf den Tribünen. Foto: „PENNY DEL / City-Press GmbH“

Und es waren gerade einmal 60 Sekunden gespielt, als die Stimmung ein weiteres, neues Level bekam. Maxi Kammerer erzielte mit einem präzisen Schuss das frühe 1:0 für die Haie und sorgte für beste Laune auf den Tribünen- Und es kam noch besser für die Gastgeber. Die spielstarken Haie erhöhten durch Louis-Marc Aubry auf 2:0 und belohnten sich so für eine taktisch und spielerisch bärenstarke Vorstellung im ersten Abschnitt.

Mannheims Torwart Felix Brückmann kann das Tor durch Louis-Marc Aubry zum 2:0 der Kölner Haie nicht verhindern. Foto: „PENNY DEL / City-Press GmbH“

Im Mittelabschnitt verkürzten die Gäste zwar durch Ryan MacInnis zum 1:2, doch danach bissen die Gastgeber im Powerplay zweimal zu. Verteidiger Nick Bailen bestrafte eine doppelte Mannheimer Unterzahl mit einem Schlagschuss zum 3:1, nur 55 Sekunden später war Dave McIntyre zur Stelle und traf in Überzahl zum 4:1.

Im letzten Drittel setzten die Kurpfälzer noch einmal alles auf eine Karte, jedoch schafften es die Haie, die Adler in Schach zu halten. Nur Borna Rendulic konnte Mirko Pantkowski zum 2:4 überwinden, danach hatten die Kölner alles im Griff und feierten den 71. Erfolg (drei Remis, 71 Niederlagen) im 145. DEL-Spiel gegen Mannheim.

Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Landon Ferraro. Der Stürmer wurde heftig von Mannheims David Wolf gecheckt und musste zur Überprüfung ins Krankenhaus gebracht werden. Eine genaue Diagnose wird erst am Sonntag erwartet.

Trotzdem überwog der Stolz über den besonderen Sieg: „Es war ein tolles Gefühl hier mit einem Erfolg zu stehen. Es wurde auch einmal Zeit, dass wir ein Winter Game für uns entscheiden konnten. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und verdient die drei Punkte behalten“, freute sich Kölns Kapitän Moritz Müller. Torwart Pantkowski war ebenfalls glücklich: „Wir haben ein tolles Spiel gemacht und offensiv die Dinger reingemacht. Heute haben wir uns eine kleine Feier verdient.“

Lange Party machen können die Spieler aber nicht, denn bereits am Dienstag geht es in der DEL mit einem Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings (19.30 Uhr, Lanxess-Arena) weiter.

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