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Handball Final 4: Magdeburg sorgt für Sensation gegen Barcelona

Trainer Bennet Wiegert schaffte beim Handball Final Four in Köln die Sensation und schaffte den Sprung ins Endspiel mit einem Sieg gegen den FC Barcelona. Foto: Neusser

Köln | Handball-Wahnsinn in der Lanxess-Arena: Der SC Magdeburg schaffte im Halbfinale der Champions League die Sensation und bezwang den Titelverteidiger und großen Favoriten auf den dritten Sieg in Folge in Köln, den FC Barcelona, mit 40:39 nach Siebenmeterwerfen.

Mit diesem Triumph haben die Sachsen die große Siegesserie der Spanier beendet. Das Starensemble aus Katalonien hatte zuvor 25 Spiele in der Königsklasse ohne Niederlage überstanden.

Fans feiern SC Magdeburg in der Lanxes-Arena

Vor knapp 20.000 Fans im Kölner Henkelmännchen zeigte der Favorit in der entscheidenden Phase Nerven. Vier Siebenmeter konnten die Spanier nicht im Magdeburger Tor unterbringen, so reichten dem einzigen deutschen Vertreter im Finalturnier die verwandelten Würfe von Tim Hornke und Kay Smits zum Einzug ins Endspiel.

Der Niederländer war mit elf Treffern auch der überragende Akteur auf seinen des Außenseiters, der aufopferungsvoll kämpfte und einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand aufholte.

Beim Handball Final Four in Köln sorgte der SC Magdeburg für die Überraschung mit einem Sieg gegen den FC Barcelona. Foto: Bopp

So bleib es bis zur Sirene eine ganz enge Partie, die erst im Showdown Siebenmeterwerfen entschieden wurde. Da wurden die Magdeburger Spieler dann zu Helden und wollen am Sonntag im Endspiel den zweiten Coup in der Königsklasse nach 2002 feiern.

„Das Spiel war ein Spiegelbild unserer Saison. Wir haben einen abbekommen, wurden nach unten gedrückt und trotzdem ist die Mannschaft immer wieder aufgestanden. Ich bin unendlich stolz auf meine Jungs“, sagte Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert nach dem Coup über die Spanier.  

Magdeburg bezahlt Finaleinzug teuer

Das Ticket für das Finale haben die Gladiators jedoch teuer bezahlen müssen. In der hektischen Schlussphase verletzte sich Gisli Krisstjansson vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit schwer an der Schulter. Der Isländer musste mehrere Minuten auf dem Parkett behandelt werden.

Wiegert: „wird uns sehr lange fehlen. Ich bin aber davon überzeugt, dass er in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft übernehmen wird. Jetzt haben wir als Team die Pflicht den Pott auf für ihn zu gewinnen.“

Andreas Wolff sichert Kielce den Finaleinzug

Magdeburgs Gegner heißt am Sonntag ab 18 Uhr Kielce. Die Polen besiegten im zweiten Halbfinale Paris St. Germain mit 25:24. 23 Sekunden vor dem Ende sicherte der deutsche Nationaltorhüter Andreas Wolff mit einer tollen Parade gegen Luca Stens den Sieg.

Kielce, das im vergangenen Jahr im Siebenmeterwerfen gegen Barcelona im Finale verlor, nimmt so den zweiten Anlauf die begehrteste Trophäe im Vereinshandball zu gewinnen.

„Im Final Four hat man immer knappe Spiele. Das hat sich heute wieder gezeigt. Ich bin froh, dass wir trotz einiger Schwächen das Finale erreicht haben“, freute sich der Matchwinner über den Sieg. „Jetzt freuen wir uns auf Magdeburg. Das ist für mich derzeit die gefährlichste Mannschaft der Welt. Sie haben ein fantastisches Mannschaftsgefüge. Sie werden uns morgen alles abverlangen, aber wir geben Vollgas im Finale.“

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