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75 Jahre! Happy Birthday, Calli!

Gut gelaunt zeigte sich Reiner Calmund beim Talk von Loss mer schwade im Haus Kreisch im Interview mit Marcel Schwamborn. Foto: Bopp

Brühl | Wir gratulieren unserem Freund Reiner Calmund zum Ehrentag!

Am heutigen Donnerstag (23.11.) wird die Manager-Legende aus Brühl 75!

Hier nocheinmal sein Besuch bei unserem Talk neulich zum Nachlesen…

Das war ein perfektes Heimspiel für Reiner Calmund! Der gebürtige Brühler war bei „Loss mer schwade“ im Haus Kreisch zu Gast und war bei seiner Rückkehr in seine Heimat bester Laune. Bei Moderator Marcel Schwamborn sprach der 74-Jährige über seine Kindheit, seine Anfänge im Fußball, seine Abnehmversuche, seinen großen Wunsch und warum er nie Reinhold genannt werden wollte.

Wenn Calli kommt, ist die Hütte voll. So war es auch im Haus Kreisch. Das gemütliche Restaurant auf dem Rodderweg von Heike und André Abts war komplett voll und die Stimmung war prächtig. Schließlich wuchs Calmund unweit der Gaststätte auf und erinnerte sich an die alten Zeiten.

Besonders an seine Kindheit, in der er nur 1000 Schritte vom Sportplatz und der Schule entfernt in einer Bergmannswohnung mit Wohn, Ess- und Schlafzimmer und einer gemeinsamen Badewanne wohnte. Das Wasser wurde damals von allen zusammen genutzt. „Zum Glück war ich ein Einzelkind. So durfte ich als Dritter in die Wanne. Andere waren schlimmer dran. Die kamen schmutziger aus der Wanne als sie vorher reingegangen sind.“

Der Kohlenstaub von der ansässigen Bergmannskolonie Brühl-Heide habe ihm aber nicht geschadet. „Das war in den Zeiten so. Die Kohle hat uns damals das Leben gerettet und nach dem Krieg die Wirtschaft wieder angekurbelt.

Reiner Calmund: Sein Vorname Reinhold war ihm ein Gräuel

Jedoch war ihm seit der Schule sein eigentlicher Vorname ein Gräuel. Calli erzählt: „Meine Mutter hat mir den Namen in Anlehnung an ihrer im Krieg verstorbenen Bruder gegeben. Jedoch gab es in der Zeit als ich in die Grundschule gab es im „Stern“ eine Cartoonserie – Reinhold, das Nashorn. Und ich wurde mit dem Namen gehänselt. Das wollte ich nicht und habe meiner Mutter gesagt, dass ich ab sofort nur Reiner gerufen werden wollte. Ich meinem Pass und auf den Kreditkarten steht aber immer noch Reinhold.“

Reiner Calmund erzählte bei „Loss mer schwade“ viele Geschichten aus seiner Kindheit. Foto: Eduard Bopp

Zum Fußball kam Calmund über seinen Vater, der Torjäger beim FC Viktoria 1911 Gruhlwerk war. „Damals waren wir bei allen Spielen dabei“, so Calli. Er selbst musste aufgrund einer schweren Verletzung frühzeitig seine fußballerische Laufbahn bei der Spielvereinigung Frechen beenden. Später wurde er unter Fritz Pott Co-Trainer des Verbandsligisten SC Brühl, ehe er von Willibert

Reiner Calmund galt als Kind als unterernährt

Was kaum einer glauben mag: Calmund wurde in seiner Kindheit als unterernährt eingestuft und musste sogar zur Kur, um aufgepäppelt zu werden. „Es gab jeden Tag nur Milchbrei“, erinnert sich er sich mit schaudern an die Zeit. „Jetzt fühle ich mich topfit. Meine Blutwerte sind bestens.“ Das liegt auch daran, dass er sich vor vielen Jahren ein Magenband einsetzen ließ, da viele Diäten nichts genutzt hatten. „Ich habe 25 Kilo angenommen und später waren 30 wieder drauf. Das konnte nicht so weitergehen“, so der Manager.

Den aktuellen Fußball und die Bundesliga verfolgt der ehemalige Leverkusener Manager immer noch. „Bayer hat in diesem Jahr eine tolle Mannschaft und einen hervorragenden Trainer. Wenn sie die Konstanz behalten, haben sie eine gute Chance, diesmal nicht Vizekusen hinter München zu werden. Mein Traum ist es, einmal die Schale zu streicheln. Auch, wenn ich nicht mehr im operativen Geschäft von Bayer arbeite.“

Dem 1. FC Köln und Trainer Steffen Baumgart prophezeit er dagegen eine schwere Saison. „Trotzdem glaube ich, dass die Mannschaft den Klassenerhalt schaffen wird.“ Aber es wurde vor der Saison versäumt, die Abgänge mehrerer Leistungsträger zu kompensieren.

Am 23. November wird Calmund seinen 75. Geburtstag mit vielen Freunden und Weggefährten feiern. Und da wird er wie zu seinem 70. Geburtstag richtig krachen lassen. Geschenke will er jedoch nicht. „Wein habe ich genug zu Hause. Ich wünsche mir Spenden für bedürftige Kinder.“

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